Bei bestehendem Bedarf erstatten die Pflegekassen Aufwendungen für Pflegehilfsmittel bis zu 40 Euro monatlich, wenn folgende drei Kriterien erfüllt sind:

  1. Eine Pflegestufe (1-3) oder eine eingeschränkte Alltagskompetenz (sog. Pflegestufe 0) liegt vor.
  2. Die Pflege erfolgt zuhause.
  3. Die Pflege wird nicht ausschließlich von einem Pflegedienst erbracht, sondern mindestens eine private Person (z. B. Angehöriger) ist an der Pflege beteiligt.

Die gesetzliche Grundlage für den Erstattungsanspruch sind die § 40 Abs. 2 und § 78 Abs. 2 des elften Sozialgesetzbuchs (SGB XI).

Erstattungsfähig sind demnach alle Pflegehilfsmittel zum Verbrauch, die als Produktgruppe 54 (PG54) von dem Spitzenverband Bund der Pflegekassen ins Pflegehilfsmittelverzeichnis aufgenommen wurden. Hierbei handelt es sich um Pflegehilfsmittel, die wegen der Beschaffenheit ihres Materials oder aus hygienischen Gründen nur einmal benutzt werden können und in der Regel für den Wiedereinsatz nicht geeignet sind. Die Dauer der Benutzung ist dabei unerheblich.

Pflegehilfsmittel zum Verbrauch der Produktgruppe 54 sind Bettschutzeinlagen, Hände- und Flächendesinfektionsmittel, Einmalhandschuhe, Schutzschürzen und Mundschutz. Diese Pflegehilfsmittel sind ein unverzichtbarer Schutz sowohl für die pflegende als auch für die gepflegte Person.
Mehr über kostenlose Pflegehilfsmittel erfahren

Um kostenlos Pflegehilfsmittel beziehen zu können, ist es normalerweise notwendig, bei der Pflegekasse einen Antrag auf Kostenerstattung zu stellen und die Rechnungen über die gekauften Pflegehilfsmittel zur Kostenerstattung einzureichen. Diesen bürokratischen Schritt nimmt Ihnen die Versorgungsstelle ab. Auch die Lieferung der Produkte ist selbstverständlich kostenlos.